MittelstandsPilot - Technik einführen und Mitarbeiter schulen

Die AI-Welle rollt. Aber wo bleibt der deutsche Mittelstand?

Autor

Alexander Mrozek

🍏 Was ist die Idee?

Deutschland liebt seinen Mittelstand, dieser ist aber oft erschreckend wenig digital. Die Geschäftsidee von Florian Heinemann, einem der erfolgreichsten Investoren Deutschlands: Eine Agentur, die dem Mittelstand bei der Digitalisierung hilft.

Was ist das Problem? Dabei wollen immer mehr in den digitalen Ausbau investieren: Laut dem „Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022“ wollen 93 Prozent in Projekte investieren, vor allem in Technologien zur digitalen Zusammenarbeit und in Sicherheitslösungen, sowie 69 Prozent in die digitale Kundenkommunikation. Innovative Lösungen in den Bereichen IoT (Internet of Things) und KI (Künstliche Intelligenz) werden aber weiterhin vernachlässigt.

Eigentlich schade, denn intelligente Software-Systeme könnten mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, die vorhandenen digitalen Möglichkeiten voll auszunutzen, ob für den Verkauf oder die Kundenkommunikation. Während Shopify bereits eine erfolgreiche, standardisierte Lösung für B2C-Kunden anbietet, sieht es im B2B-Bereich noch eher mau aus.

Zwar gibt es Spryker, eine E-Commerce-Plattform für B2B (und B2C), diese Lösung erfordert aber viel Know-how zur Implementierung und kann hauptsächlich nur von Großkunden verwendet werden, die einen bestimmten Umsatz aufweisen. Mittelständische Firmen fallen hier oft durchs Raster, sie haben weder die Mittel noch die erforderlichen Kenntnisse, um dieses Software-Framework auf ihr eigenes Business zu personalisieren. Viele KMUs bekommen außerdem Software-Produkte angeboten, die viel zu komplex sind und gar nicht von ihnen genutzt werden können. Selbst wenn die Unternehmen Software-Lösungen wie Salesforce oder Shopify einsetzen wollen, fehlt häufig das digitale Fachwissen, diese überhaupt effektiv einzusetzen.

Was ist die Idee? Eine digitale Agentur für den Mittelstand, die Unternehmen in die Lage versetzt, einen modernen Tech Stack zu verwenden. 

Du bietest ein Beratungsgeschäft auf Tagessatz-Basis an und benötigst noch nicht mal große Investments, um loszulegen. Diese Beratung führt dazu, dass du verschiedene “best-of-breed”-Tools zusammenstellen kannst, mit deren Hilfe Mittelständler endlich auch den digitalen Raum erobern können. Wenn du dann noch Verträge mit den gängigsten SaaS-Tools vermittelst, kannst du dir zusätzlich eine schöne Provision dazuverdienen. 

Theoretisch könntest du so vielleicht schon im ersten Jahr profitabel werden.

Wichtig ist: Du bist dazu da, dem Kunden zu helfen. Deshalb sollte der Fokus immer auf einem beratungsintensiven Modell liegen – nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das birgt natürlich das Risiko, dass du dich selbst überflüssig machst, wenn dein Kunde alles Nötige von dir gelernt hat. Damit das nicht passiert, brauchst du auf jeden Fall die Komponente, dass du ständig neue Schulungen anbietest, die der Kunde auf Wunsch bei dir buchen kann.

🌵 Warum funktioniert's?

1. Starke Investitionsbereitschaft im Mittelstand: 93% der mittelständischen Unternehmen in Deutschland planen, weiterhin in digitale Projekte zu investieren, wobei fast die Hälfte eine Erhöhung der Investitionen um durchschnittlich 24% plant (2021/2022). Quelle

2. Wachsendes Digitalisierungsbudget im Mittelstand: Die Digitalisierungsausgaben im deutschen Mittelstand betrugen 2023 insgesamt 29,3 Mrd. EUR und liegen damit deutlich höher als vor der Pandemie. Quelle

3. Großes Umsetzungsdefizit bei modernen Technologien: Nur etwa 20% der deutschen Unternehmen nutzen künstliche Intelligenz (2024), während dieser Anteil im Informations- und Kommunikationssektor mit 61% deutlich höher liegt – ein Zeichen für großes Aufholpotenzial im Mittelstand. Quelle

4. Fokus auf Kundenkommunikation und Prozessdigitalisierung: 69% der befragten mittelständischen Unternehmen möchten die Kundenkommunikation über digitale Kanäle ausbauen, und die Digitalisierung des Kontakts zu Kunden und Zulieferern ist eines der am häufigsten durchgeführten Digitalisierungsprojekte (2021/2022). Quelle

💡 Wie starte ich am Wochenende?

Schritt 1: 12 Kurz-Interviews mit mittelständischen Entscheidern planen (je 20–30 Minuten), um Pain Points rund um digitale Zusammenarbeit, Sicherheit und KI zu validieren.

Schritt 2: MVP-Statement formen: “Beratung on-demand auf Tagessatz mit best-of-breed-Toolset plus optionale Schulungen”. Landing-Page in Framer erstellen, klare Nutzen und Preisstruktur sichtbar machen.

Schritt 3: 3 konkrete Pakete definieren (Basis-Setup, Voll-Stack-Digitalisierung, Schulungs-Addon) und eine erste Landing-Form zur Lead-Generierung einrichten. Tools: Framer + Google Sheets für Lead-Tracking.

Schritt 4: Erstes Pilotprojekt mit 1–2 KMU, bestehende Systeme evaluieren, Konfigurationen vorschlagen, geringe Implementierungs-Hürden via Best-of-Breed-Tools testen. Dokumentation der Ergebnisse und Learnings.

Schritt 5: Verträge/Provisionen definieren, Abo-Option für regelmäßige Schulungen buchen, Make oder Airtable nutzen, um Angebote, Aufträge und Schulungs-Bookings zu steuern. Feedback-Schleife integrieren, nächste Schulungs-Module planen.

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